
Der Verein “Medizinische Hilfe für Palani Hills/Indien e.V.” mit Sitz in Düsseldorf wurde am 07.07.1984 von 7 engagierten Personen in Köln gegründet. Der Verein wurde am 14.09.1984 unter Nr. 43 VR 8831 in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Köln eingetragen. Er ist von der Körperschaftssteuer befreit, weil er ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten mildtätigen Zwecken dient. Das bedeutet, dass der Verein Spendenbestätigungen ausstellen darf.
Der Verein zählt rund 70 Mitglieder. Jedes neue Mitglied ist herzlich
willkommen. Wenn
Sie interessiert sind, senden Sie uns bitte das Formular „Mitgliedschaft
/ Spende” an unsere Vereinsadresse.
Die Vereinsarbeit wird ausschließlich ehrenamtlich, d.h. unentgeltlich
geleistet. Der Verein wird äußerst sparsam geführt. Die Verwaltungskosten
bewegen sich zwischen 1 und 2 %, was hauptsächlich auf Druckkosten für
Rundbriefe, Porto und Bankgebühren zurückzuführen ist.
Ziel des Vereins ist, das medizinische und soziale Hilfsprojekt von Dr. Mascarenhas in
Kodaikanal / Süd-Indien finanziell abzusichern. Dies geschieht ausschließlich
aus Spendeneinnahmen und Mitgliedsbeiträgen.
Dr. Mascarenhas wurde am 24.05.1942 im südindischen Tuticorin des Bundesstaates Tamil Nadu als Sohn eines Buchhalters geboren. Schon früh lernte er das beschwerliche Leben der Armen und Kranken kennen; das Elend der Bedürftigen begegnete ihm jeden Tag. Sicherlich hat auch die christliche Erziehung dazu beigetragen, seinem Wunsche, helfen zu wollen, die nötige Triebkraft zu geben. „Einer trage des anderen Last” ist sein Motto für dieses Leben geworden, denn „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan ...”
1959 besteht er die Abiturprüfung in Tuticorin. Nach einer kurzen Zeit
als Röntgenassistent und Mitarbeiter bei der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) in Indien erhält er 1963 die Erlaubnis für ein Medizinstudium
in Deutschland. Er immatrikuliert sich an der Universität in München
und verdient nebenher sein Studium beim U-Bahnbau. Nach Staatsexamen und Approbation
als Facharzt für Augenheilkunde eignet er sich Kenntnisse in den Bereichen
Chirurgie, Innere Medizin Geburtshilfe und Labormedizin an. In den USA und
in Hamburg erwirbt Dr. Mascarenhas noch das nötige Rüstzeug in Tropenmedizin
und Parasitologie.
1985 ist es dann so weit. Was immer sein Bestreben war, setzt er in die Tat
um. Dr. Mascarenhas startet sein Hilfsprojekt in einem medizinisch unterversorgten
Gebiet in Südindien.
Der Mascarenhas ist verwitwet und hat zwei erwachsene Söhne.

Dr. Mascarenhas und seine Frau Pamela

Einblick in ein Krankenzimmer und die Mitarbeiterinnen vor dem "Pasam Health Center".

Eine Mitarbeiterin misst den Blutdruck einer Patientin, ein Knieverband wird angelegt.

Untersuchung der Sehstärke.

Wenn der Tuberkulosepatient Medikamente einnimmt und gleichzeitig einer körperlich schweren Arbeit nachgeht, ist die Heilung nicht optimal, das heißt, die Heilungsdauer ist verlängert. Die Kranken erhalten neben Medikamenten auch gute Nahrung, damit sie nicht arbeiten müssen. Eine nicht korrekt beendete Behandlung könnte die Bakterien resistent gegen die verfügbaren Medikamente machen. Eine infizierte Person kann bis zu 15 weitere im Jahr anstecken.

Um diese Infektionserkrankung wirklich heilen zu können, muss der Patient eine achtmonatige Behandlung über sich ergehen lassen. Wenn er die Behandlung vorzeitig abbricht, ist diese erfolglos und die Wiederaufnahme der Therapie wird erschwert. Damit die Zusammenarbeit des Patienten (z. B. das Einnehmen der Medikamente über einen Zeitraum von acht Monaten) gewährleistet ist, wird von jedem Patienten am Anfang der Behandlung, wie früher, eine kleine Geldsumme in Höhe von 100 Rupien (ca. 2,-- Euro) als Sicherheit (Pfand) genommen. Zusätzlich kontrollieren Gesundheitshelfer die ständige Einnahme der Medikamente, indem sie regelmäßig die Dörfer besuchen.
Die zunehmend positiven Ergebnisse werden von den Patienten durch Mund-zu-Mund-Propaganda mitgeteilt. Auf diese Weise kommen auf einen geheilten Patienten fünf an Tuberkulose erkrankte Patienten, die eine Behandlung erhalten möchten. Die Patienten sind sich darüber bewusst, dass die Hilfe aus Deutschland kommt und sie sind dafür sehr dankbar. Im Jahr kommen ca. 200-300 neu erkrankte Patienten in das Pasam Health Centre.

Dr. Mascarenhas mit einem TBC-Patienten.